
Manche fahren im Sommer nach Kroatien, um am Strand zu liegen. Unsere Jungs hatten offensichtlich andere Pläne.
Der Verein gratuliert ganz herzlich unseren erfolgreichen Absolventen der diesjährigen Apnoe-Tauchlehrerprüfung des VDST!
Von links nach rechts freuen sich:
Lars Neumeier über den Abschluss zum Apnoe-TL2
Alexander Damarowsky über den Abschluss zum Apnoe-TL1
Sven Karsubke über den Abschluss zum Apnoe-TL2
Besonders stolz sind wir darauf, dass Lars und Sven zu den ersten Apnoe-Tauchlehrern im VDST gehören, die die neu geschaffene und deutlich anspruchsvollere TL2-Prüfung erfolgreich absolviert haben.
Luft anhalten kann doch jeder. Oder? Die Messlatte liegt deutlich höher
Seit der Überarbeitung der Ausbildungsordnung zum 01.01.2024 sind die Anforderungen erheblich gestiegen. Wer glaubt, Apnoetauchen bestehe lediglich daraus, tief Luft zu holen und möglichst lange nicht wieder einzuatmen, wird hier schnell eines Besseren belehrt.
Zu den Prüfungsleistungen gehören unter anderem:
- 3:30 Minuten statisches Apnoetauchen im Kaltstart
- 60 Meter Streckentauchen auf fünf Metern Tiefe
- Tieftauchgänge bis 30 Meter, beim TL2 sogar bis 33 Meter
- Intervall-Tieftauchgänge mit kurzen Oberflächenpausen
- Rettungsübungen aus bis zu 20 Metern Tiefe inklusive vollständigem Rettungs- und Transportablauf
Allein diese Liste sorgt bei vielen Tauchern wahrscheinlich schon für leicht erhöhten Puls. Bei unseren drei Kandidaten stand dagegen eher die Frage im Raum, wie man sich das alles überhaupt merken soll.
Für die TL2-Anwärter wurde es anschließend noch etwas „gemütlicher“: Intervall-Statik, längere Aufenthalte in 20 Metern Tiefe, Tieftauchen mit nur einer Flosse oder ganz ohne Flossen, 75 Meter Streckentauchen im Kaltstart und mehrere intensive Serien im Streckentauchen, bei denen selbst Zuschauer gelegentlich vergessen zu atmen.
Spätestens an dieser Stelle wird klar: Das ist keine Prüfung, die man mal eben zwischen Frühstück und Mittagsschlaf absolviert.
Die wahre Herausforderung
Die einzelnen Übungen sind bereits anspruchsvoll genug. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch darin, alles innerhalb weniger Tage immer wieder abrufen zu müssen.
Trainieren, prüfen, konzentrieren, regenerieren und wieder von vorn.
Dazu kamen Temperaturen von deutlich über 35 Grad, Wind und Welle im Meer sowie ein Tagesprogramm, das bereits um 6:30 Uhr begann und oftmals erst gegen 20:00 Uhr endete.
Kurz gesagt: Während andere Urlauber den Sonnenschirm suchten, suchten unsere Kandidaten die nächste Boje.
Für ein paar Brevets fährt man schon mal 2.400 Kilometer
Als wäre das alles noch nicht genug gewesen, standen zusätzlich rund 1.200 Kilometer Anfahrt und anschließend noch einmal 1.200 Kilometer Rückfahrt auf dem Programm.
Nach zehn Tagen Prüfung, Training, Hitze, Salzwasser und wenig Freizeit war der allgemeine Zustand daher ungefähr irgendwo zwischen „glücklich“, „erschöpft“ und „bitte erst mal einen großen Teller Essen“.
Aber: Es hat sich gelohnt!
Trotz aller Herausforderungen überwiegt am Ende die Freude.
Die Prüfung war anspruchsvoll, die Bedingungen fordernd und die Leistungen beeindruckend.
Gleichzeitig war es eine tolle Zeit mit einer großartigen Gruppe, viel Teamgeist und jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse.
Wir sind stolz auf unsere neuen Apnoe-Tauchlehrer und gratulieren Lars, Alexander und Sven herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und freuen uns, drei frisch gebackene Apnoe-Tauchlehrer in unseren Reihen zu haben.
Herzlichen Glückwunsch und Gut Luft!
Und wer nach dem Lesen der Anforderungen denkt: „Das klingt ja gar nicht so schwer“, ist herzlich eingeladen, es selbst auszuprobieren.
Weitere Eindrücke von der Prüfung in Labin (Kroatien) gibt es im offiziellen VDST-Blog: Zum VDST-Blog